1. ABSCHNITT – ALLGEMEINER TEIL


§ 1 Name, Sitz und Geschäftsjahr

1. Der Verein führt seit 2020 den Namen Russkaya Tsvetnaya Bolonka Deutschland e.V. – nachfolgend RTBD oder Verein genannt.
Der RTBD wurde am 22.02.2003 unter dem Namen Verbund Deutscher Bolonka Züchter (kurz VDBZ) gegründet.

2. Der RTBD hat seinen Sitz in 48301 Nottuln.

3. Das Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr.


§ 2 Zweck und Ziele

1. Zweck des Vereins ist die Zucht und Förderung der Hunderasse Russkaya Tsvetnaya Bolonka, in Deutschland landläufig als Bolonka Zwetna (kurz Bolonka) bezeichnet.

2. Ziel ist die Erhaltung und Festigung des rassetypischen Erscheinungsbildes und des Wesens der Rasse sowie insbesondere die Erhaltung und Förderung der Gesundheit der Rasse.

3. Der RTBD vereint Züchter, Deckrüdenbesitzer und Freunde der Rasse in Deutschland und europaweit. Er dient dem Zusammenschluss und einem gegenseitigen Erfahrungsaustausch.

4. Der Verein verfolgt keine politischen oder konfessionellen Ziele.


§ 3 Mittel zum Zweck

1. Einrichtung eines Zuchtbuchamtes

2. Führung und Herausgabe eines eigenen Zuchtbuches

3. Erstellung von Ahnenpässen mit Ahnentafel

4. Einrichtung eines Zuchtleitungsamtes

5. Einrichtung einer Zuchtkommission

6. Festsetzung einer Zuchtordnung

7. Festsetzungen der Anforderungen für Zuchtzulassungen

8. Aus- und Fortbildung von Zuchtwarten

9. Öffentlichkeitsarbeit zur Förderung des Allgemeinen Interesses für das Hundewesen im Allgemeinen und für die Rasse Russkaya Tsvetnaya Bolonka im Besonderen

10. Beachtung und Förderung der Belange des Tierschutzes bzgl. der Zucht, Haltung und Pflege von Hunden

11. Beratung und Unterstützung der Mitglieder in Fragen der Hundezucht und -haltung

 § 4 Vereinsordnungen

1. Der Vorstand ist ermächtigt Vereinsordnungen zu erlassen, zu ändern und aufzuheben. 

2. Die Zuchtordnung wird vom Zuchtleiter in Zusammenarbeit mit der Zuchtkommission erlassen, geändert oder aufgehoben. Es bedarf dabei jeweils der Zustimmung des gesetzlichen Vorstands.

3. Die Ordnungen des Vereins sind nicht Bestandteil der Satzung. Sie dürfen der Satzung nicht widersprechen.


§ 5 Mittelverwendung

1. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

2. Mittel des RTBD dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden.

3. Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Davon nicht betroffen sind Auslagen eines Vereinsvertreters, der im Auftrag des RTBD handelt und vom Gesamtvorstand als erstattungsfähig beschlossene Beträge, die den satzungsgemäßen Zwecken und Zielen dienen.

4. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

5. Alle Inhaber von Vereinsämtern sind ehrenamtlich tätig.

 

§ 6 Organe des RTBD

Organe des Vereins sind der Vorstand (§§ 17-18) und die Mitgliederversammlung (§§ 23-29).


§ 7 Bindungswirkung

Die Beschlüsse des Vorstands und der Mitgliederversammlung sind für alle Mitglieder bindend.

 

2. ABSCHNITT – MITGLIEDSCHAFT


§ 8 Allgemeines

1. Ordentliche Mitglieder des RTBD sind …

a) aktive Mitglieder.
Aktive Mitglieder sind Züchter und Deckrüdenbesitzer und Personen, die planen im laufenden oder nächsten Geschäftsjahr des Vereins eine Zucht zu beginnen oder einen Deckrüden zur Verfügung zu stellen. Aktives Mitglied kann jede natürliche, geschäftsfähige Person werden, die das 18. Lebensjahr vollendet hat. Aktive Mitglieder zahlen den vollen Jahresmitgliedsbeitrag.

b) passive Mitglieder.
Passive Mitglieder sind Hundefreunde, Hundehalter, Besitzer ehemaliger Deckrüden und ehemalige Züchter, die den RTBD durch ihre Mitgliedschaft unterstützen möchten. Sie führen keine eigene Zucht und bieten keine Deckrüden für die Zucht an. Passives Mitglied kann jede natürliche, geschäftsfähige Person werden, die das 18. Lebensjahr vollendet hat. Passive Mitglieder zahlen einen ermäßigten Jahresmitgliedsbeitrag.

c) Familienmitglieder.
Familienmitglieder sind Angehörige aktiver oder passiver Hauptmitglieder, die zusammen mit dem aktiven oder passiven Mitglied in einem Hausstand leben und das 18. Lebensjahr vollendet haben. Sie zahlen einen ermäßigten Jahresmitgliedsbeitrag. Familienmitglieder können zusammen mit dem zugehörigen aktiven Hauptmitglied eine Zucht führen oder einen Deckrüden anbieten, jedoch keinen eigenen Zwingerschutz beantragen bzw. eigenständig Deckrüden über den Verein zur Zucht anbieten, ohne selbst aktives Mitglied zu sein.

2. Ein Wechsel von der passiven zur aktiven Mitgliedschaft muss vor Beginn der züchterischen Aktivität oder dem zur Verfügung stellen eines Deckrüden und bis spätestens 28 Tage vor Beginn des neuen Geschäftsjahres formlos beim Vorstand beantragt werden.

3. Ein Wechsel von der aktiven zur passiven Mitgliedschaft kann erst nach dem Ende der züchterischen Tätigkeit oder dem zur Verfügung stellen eines Deckrüden und bis spätestens 28 Tage vor Beginn eines neuen Geschäftsjahres formlos beim Vorstand beantragt werden.

4. Ordentliche Mitglieder haben Anwesenheits-, Rede-, Stimm- und aktives sowie ab Vollendung des 21. Lebensjahres passives Wahlrecht.

5. Jugendmitglieder sind Personen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Sie zahlen einen ermäßigten Jahresmitgliedsbeitrag. Jugendmitglieder sind nicht berechtigt, eine eigene Zucht zu führen oder Deckrüden zur Zucht anzubieten. Sie haben Anwesenheits- und Rederecht, jedoch kein Stimm- und Wahlrecht. Nach Vollendung des 18. Lebensjahres können sie bis spätestens 28 Tage vor Beginn des nächsten Geschäftsjahres anhand eines formlosen Antrags an den Vorstand in die aktive oder die passive Mitgliedschaft oder die Familienmitgliedschaft wechseln.


§ 9 Erwerb der Mitgliedschaft

1. Ordentliches Mitglied des Vereins kann jede natürliche und geschäftsfähige Person werden, die das 18. Lebensjahr vollendet hat.
Jugendmitglieder bedürfen für den Vereinsbeitritt der schriftlichen Zustimmung ihres gesetzlichen Vertreters und sind bis zu ihrer Volljährigkeit und einem Wechsel in die aktive Mitgliedschaft nicht berechtigt, einen Antrag auf Zwingerschutz zu stellen und eine eigene Zucht zu führen.

2. Vom Erwerb der Mitgliedschaft ausgeschlossen sind Hundehändler und Personen, die Hundehändler unterstützen.


§ 10 Aufnahmeverfahren

1. Für den Erwerb der Mitgliedschaft ist eine schriftliche Beitrittserklärung an den Vorstand zu richten. Bei Minderjährigen ist der Antrag zusätzlich von einem Erziehungsberechtigen zu unterzeichnen.

2. Mit Unterzeichnung der Beitrittserklärung verpflichtet sich der Antragsteller, die Satzung, die Vereinsordnungen, die Zuchtbestimmungen und geltenden Beschlüsse der Mitgliederversammlung und des Vorstands anzuerkennen.

3. Über das Aufnahmegesuch entscheidet der Vorstand. Die Bestätigung der Aufnahme erfolgt über den Vorstand.
Eine Ablehnung des Aufnahmeantrags bedarf keiner Begründung und ist nicht anfechtbar. Es besteht kein Rechtsanspruch auf Mitgliedschaft.


§ 11 Rechte und Pflichten der Mitglieder

1. Die Mitglieder haben die Rechte, die sich aus dieser Satzung, den erlassenen Ordnungen des Vereins, den Beschlüssen der Mitgliederversammlung und des Vorstands ergeben.

2. Die Mitglieder sind berechtigt, an allen ordentlichen und außerordentlichen Mitgliederversammlungen teilzunehmen und Anträge zur Tagesordnung zu stellen. Stimm- und wahlberechtigt ist jedes volljährige Mitglied. Minderjährige Mitglieder haben auf der Mitgliederversammlung nur das Rederecht. Mitglieder, deren Mitgliedschaft ruht, sind vom Stimm- und Wahlrecht ausgenommen.

3. Jedes Mitglied ist verpflichtet, sich loyal zum Verein zu verhalten, dessen Bestreben zu fördern und die Beschlüsse der Organe des Vereins zu befolgen.

4. Die Mitglieder sind verpflichtet, Beiträge und Gebühren fristgerecht zu zahlen.

5. Die Mitglieder haben im Rahmen der Möglichkeiten des Vereins Anspruch auf Unterstützung und Beratung in allen Fragen der Zucht, Aufzucht, Haltung und Pflege.

6. Aktive Mitglieder sind dazu verpflichtet, Bolonkas ausschließlich im RTBD zu züchten und in das Zuchtbuch des RTBD eintragen zu lassen. Für die Zucht anderer Rassen als dem Russkaya Tsvetnaya Bolonka haben sie das Recht, Mitglied eines weiteren Vereins zu sein.

7. Deckrüdenbesitzer sind berechtigt, ihre Rüden auch vereinsfremden Hündinnen zum Decken zur Verfügung zu stellen.

8. Familienmitglieder eines aktiven Mitglieds sind nicht berechtigt, eine eigene Bolonkazucht außerhalb des RTBD zu führen.

9. Züchter, die Bolonkas in einem anderen Verein als dem RTBD züchten, sind nicht berechtigt, Bolonkas gleichzeitig im RTBD zu züchten und ins Zuchtbuch des RTBD eintragen zu lassen, sind aber dazu berechtigt, die passive Mitgliedschaft im RTBD zu erwerben.

10. Für jedes Mitglied besteht die Pflicht, sich über aktuelle Beschlüsse und Anordnungen auf dem Laufenden zu halten. Ebenso müssen die Mitglieder dafür Sorge tragen, dass dem Vorstand stets die aktuellen Kontaktdaten des Mitglieds vorliegen.

11. Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Mitgliedsrechte ist die Erfüllung der Mitgliedspflichten.

§ 12 Ruhen der Mitgliedschaft

1. Die Mitgliedschaft ruht, wenn ein Mitglied seinen Jahresbeitrag oder anfallende Gebühren nicht innerhalb der in der auf der Rechnung ausgewiesenen Frist gezahlt wird.

2. Eine ruhende Mitgliedschaft lebt wieder auf, wenn das säumige Mitglied den Beitrag für das laufende Geschäftsjahr bzw. die angefallenen Gebühren bezahlt hat.

§ 13 Ende der Mitgliedschaft

1. Die Mitgliedschaft endet mit dem Tod eines Mitglieds. Die für das laufende Geschäftsjahr entrichteten Beiträge werden nicht zurückgezahlt.

2. Die Mitgliedschaft endet durch Austritt. Der freiwillige Austritt erfolgt durch eine schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand. Bei Minderjährigen ist die Austritterklärung von einem Erziehungsberechtigen zu unterschreiben.
Der freiwillige Austritt ist zum Ende eines jeden Quartals möglich und muss 28 Tage vor Ablauf des Quartals beim Vorstand eingegangen sein. Geht die Austritterklärung verspätet ein, verlängert sich die Mitgliedschaft automatisch um ein weiteres Quartal. Bei einem freiwilligen Austritt vor Ablauf eines laufenden Geschäftsjahres wird der Mitgliedsbeitrag nicht anteilig rückerstattet.
Bis zur Wirksamkeit des Austritts bleiben die Rechte und Pflichten des Mitglieds bestehen.

3. Die Mitgliedschaft endet durch Streichung aus der Mitgliederliste. Die Streichung eines Mitglieds erfolgt, wenn das Mitglied seinen fälligen Beitrag oder Gebühren trotz Erinnerung nicht fristgemäß zahlt.
Die Streichung erfolgt nach Absendung einer zweiten Erinnerung, in der die Streichung avisiert wurde, auf Beschluss des Vorstands. Der Anspruch des Vereins auf Geltendmachung seiner Forderungen wird durch die Streichung nicht berührt.

4. Die Mitgliedschaft endet durch Ausschluss. Ein Mitglied kann aus dem Verein ausgeschlossen werden, wenn es die Interessen und das Ansehen des Vereins schädigt. Dies ist insbesondere der Fall, wenn …

a) ein Mitglied gegen die Satzung verstößt.
b) ein Mitglied schwerwiegend die Zuchtbestimmungen verletzt.
c) ein Mitglied gegen das Tierschutzgesetz verstößt.
c) ein Mitglied sich ungebührlich gegenüber einem Amtsträger des Vereins verhält.
d) ein Mitglied den Vereinsfrieden stört, insbesondere andere Mitglieder beleidigt oder haltlos verdächtigt.

5. Der Ausschluss erfolgt durch Beschluss des Vorstands. Vor Beschlussfassung ist das betroffene Mitglied über die vorliegenden Vorwürfe zu unterrichten und ihm Gelegenheit zu mündlicher oder schriftlicher Stellungnahme zu geben.
Der Ausschluss wird mit Zugang des schriftlich begründeten Beschlusses an den Betroffenen rechtswirksam.
Ein gegen den Ausschluss gerichtetes Rechtsmittel hat keine aufschiebende Wirkung.
Ein freiwillig erklärter Austritt beendet das Ausschlussverfahren nur dann, wenn der Vorstand dem zustimmt.

6. Eine Familienmitgliedschaft endet mit Tod oder Austritt des zugehörigen Hauptmitglieds oder durch Streichung oder Ausschluss des Hauptmitglieds. Sie kann auf Antrag beim Vorstand in eine aktive oder passive Mitgliedschaft umgewandelt werden.

§ 14 Mitgliedsbeiträge

1. Zur Deckung anfallender Kosten und zur Durchsetzung der Vereinsziele wird ein Jahresbeitrag von allen Mitgliedern erhoben.

2. Die Höhe des Jahresbeitrags wird von der Mitgliederversammlung festgelegt und ist der Beitrags- und Gebührenordnung zu entnehmen.

3. Die Fälligkeit des Jahresbeitrags bestimmt der Vorstand. Sie ist der Beitrags- und Gebührenordnung zu entnehmen.

4. Für die Inanspruchnahme von weiteren Leistungen, wie z. B. der Ausstellung von Ahnenpässen oder Zwingerurkunden, der Durchführung von Zuchttauglichkeitsprüfungen usw. sind durch die Mitglieder weitere Gebühren zu zahlen, die vom Vorstand gemäß wirtschaftlicher Erfordernisse festgesetzt und durch die Beitrags- und Gebührenordnung geregelt werden.

§ 15 Vereinsinterner Rechtsweg

Für die Regelung von Streitigkeiten im Verhältnis des Vorstandes zu einzelnen Mitgliedern gelten die Vorschriften des vereinsinternen Rechtsweges. Die Vorgehensweise, insbesondere bei Beschlüssen zur Streichung von der Mitgliederliste, ist wie folgt:

1. Bei satzungswidrigem bzw. gegen geltende Vereinsordnungen verstoßendes Verhalten wird das Mitglied einmalig abgemahnt. In dieser Abmahnung wird für den Wiederholungsfall die Streichung von der Mitgliederliste angedroht.

2. Tritt der Wiederholungsfall ein, ergeht eine Aufforderung zu einer schriftlichen Stellungsnahme an das Mitglied, um ihm die Möglichkeit zu geben, sein Verhalten zu erklären.

3. Nach Kenntnisnahme, bzw. nach Ausbleiben der schriftlichen Stellungnahme innerhalb einer Frist von 14 Tagen nach Versand der Aufforderung, trifft der Vorstand eine Entscheidung über die Streichung von der Mitgliederliste.

4. Wenn der Vorstand eine Entscheidung zur Streichung von der Mitgliederliste getroffen hat, tritt diese Streichung unmittelbar in Kraft. Weitere eingelegte Rechtsmittel, auch die des vereinsinternen Rechtsweges, haben keine aufschiebende Wirkung.

5. Der von der Mitgliederliste gestrichenen Person bleibt die Möglichkeit einer schriftlichen Berufung an die Mitgliederversammlung. Diese Berufung ist innerhalb einer Frist von vier Wochen ab Bekanntgabe der Streichung als Übergabe-Einschreiben an den ersten Vorsitzenden zu senden.

6. Der Mitgliederversammlung ist diese Berufung spätestens 14 Tage vor der regulären Jahreshauptversammlung im zugriffsgeschützten Mitgliederbereich der Vereinswebseite zugänglich zu machen.

7. Die Mitgliederversammlung stimmt auf der regulären Jahreshauptversammlung über den Berufungsantrag ab. Für die Entscheidung ist eine einfache Mehrheit der anwesenden Mitglieder ausreichend.

8. Wenn die Mitgliederversammlung gegen eine Streichung von der Mitgliederliste stimmt, ist eine Arbeitsgruppe, bestehend aus zwei Vorstandsmitgliedern und 2 Vereinsmitgliedern, die von der Person, die von der Mitgliederliste gestrichen wurde, bestimmt werden, zu bilden, die gemeinsam einen endgültigen Beschluss zur Bestätigung oder Aufhebung der Streichung von der Mitgliederliste trifft.

9. Weitere Rechtsmittel sind im vereinsinternen Rechtsweg nicht vorgesehen.

10. Ein Schadensersatzanspruch des Mitglieds gegenüber dem Verein, im Zusammenhang mit einer widerrufenen Streichung von der Mitgliederliste, besteht im vereinsinternen Rechtsweg nicht.


§ 16 Datenschutz

Die Speicherung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten der Mitglieder und von Mitgliederlisten ist nur dem Vorstand und von ihm beauftragten Personen im Rahmen der Satzungszwecke und -ziele gestattet.


3. ABSCHNITT - VORSTAND


§ 17 Gesetzlicher Vorstand und Vertretungsbefugnis

1. Der gesetzliche Vorstand (§ 26 BGB) besteht aus:

1. Vorsitzenden
2. Vorsitzenden

2. Der gesetzliche Vorstand vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich (§ 26 BGB).

3. Beide haben Einzelvertretungsbefugnis

4. Die Vereinigung der beiden Ämter in einer Person ist unzulässig.

§ 18 Gesamtvorstand

1. Vorstand im Sinne dieser Satzung ist der Gesamtvorstand bestehend aus:

1. Vorsitzenden
2. Vorsitzenden
dem Kassenwart
dem Zuchtbuchführer
dem Zuchtleiter

2. Ausgenommen der Ämter des 1. und 2. Vorsitzenden ist die Vereinigung mehrerer Vorstandsämter in einer Person zulässig. Bei Abstimmungen hat ein Vorstandsmitglied, das mehrere Ämter innehat, nur eine Stimme.

3. Die Schriftführung bei Vorstandssitzungen übernimmt der 1. Vorsitzende oder der 2. Vorsitzende.

§ 19 Zuständigkeit und Aufgaben des Vorstands

1. Der Vorstand führt die Geschäfte des Vereins; er ist für alle Angelegenheiten und Entscheidungen des Vereins zuständig, soweit sie nicht durch die Satzung der Mitgliederversammlung zugewiesen sind. Insbesondere hat der Vorstand folgende Aufgaben:

- Vorbereitung und Einberufung der Mitgliederversammlung sowie Aufstellung der Tagesordnung für die Mitgliederversammlung
- Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung
- Beschlussfassung über Aufnahme, Streichung und Ausschluss von Mitgliedern
- Verwaltung der Mitglieder-, Züchter- und Deckrüdenlisten
- Mitgliederbetreuung und Öffentlichkeitsarbeit
- Führung des Schriftverkehrs
- Verwaltung der Vereinskasse
- Gebührenfestsetzung für weitere Leistungen des Vereins
- Festsetzung erstattungsfähiger Beträge
- Erstellung und Pflege der Ordnungen des Verein
- Erstellung, Pflege und Durchsetzung der Zuchtordnung
- Ernennung und Abberufung von Zuchtwarten
- Führen eines Zuchtbuches und Erstellen von Ahnenpässen
- Vertragsabschlüsse mit Dritten

2. Näheres zur Zuständigkeit und zu den Aufgaben des Vorstands regelt die Zuständigkeits- und Aufgabenordnung.


§ 20 Beschlüsse des Vorstands

1. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse im Allgemeinen in Vorstandssitzungen, die vom 1. Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung vom 2. Vorsitzenden, jederzeit unter Angabe der Tagesordnung einberufen werden können. Jedes Vorstandsmitglied hat die Möglichkeit, zu Beginn einer Sitzung weitere Themen zur Aussprache und Beschlussfassung auf die Tagesordnung zu setzen.

2. Vorstandssitzungen können als Online-Meeting durchgeführt werden.

3. Ferner kann der Vorstand nach schriftlicher oder fernmündlicher Verständigung Beschlüsse auf schriftlichem Wege fassen, falls kein Vorstandsmitglied ausdrücklich Erörterung und Beschlussfassung auf einer Vorstandssitzung beantragt.

4. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens drei Vorstandsmitglieder, darunter der 1. oder 2. Vorsitzende, anwesend sind. Bei der Beschlussfassung entscheidet die Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des 1. Vorsitzenden bzw. bei dessen Abwesenheit die Stimme des 2. Vorsitzenden.
Entsprechendes gilt, wenn im schriftlichen Verfahren (§ 20 Abs. 3) abgestimmt wird.

5. Die Vorstandssitzungen leitet der 1. Vorsitzende, bei dessen Verhinderung der 2. Vorsitzende. Die Anträge und Beschlüsse jeder Vorstandssitzung sind schriftlich festzuhalten.

§ 21 Vorläufige Anordnungen und Maßnahmen

1. Der Vorstand ist befugt, vorläufige Anordnungen und Maßnahmen zu treffen, die der Mitgliederversammlung obliegen.

2. Die vorläufigen Anordnungen und Maßnahmen bedürfen zu ihrer endgültigen Wirksamkeit der nachträglichen Genehmigung durch die nächste Mitgliederversammlung.
Für den Fall der Ablehnung durch die Mitgliederversammlung ist eine Rücknahme der Anordnungen und Maßnahmen nach dem Prinzip der Verlustminimierung durchzuführen.

§ 22 Wahl und Amtsdauer des Vorstands

1. In den Vorstand des RTBD können nur ordentliche Mitglieder des Vereins, die das 21. Lebensjahr vollendet haben, gewählt werden. In das Amt des Zuchtleiters kann nur ein Zuchtwart des Vereins gewählt werden.
Die Wahl zum Vorstand erfolgt durch die Mitgliederversammlung. Jedes Vorstandsmitglied ist einzeln, auf Antrag in geheimer, schriftlicher Wahl, zu wählen.
Für ein Vorstandsamt gilt das Mitglied als gewählt, auf dessen Namen sich die Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen vereinigen.

2. Die Amtszeit beträgt drei Jahre und endet mit Amtsbeginn des neu gewählten Vorstands. Eine Wiederwahl der Vorstandsmitglieder ist zulässig. Mit Beendigung der Mitgliedschaft im RTBD endet automatisch auch das Amt des Vorstandsmitglieds.

3. Tritt ein Vorstandsmitglied vorzeitig zurück oder scheidet aus dem Verein aus, besetzt der verbliebene Vorstand bis zur nächsten Mitgliederversammlung das frei gewordene Amt kommissarisch neu. Die nächste Mitgliederversammlung wählt sodann das Ersatzmitglied für den Rest der laufenden Amtszeit des ausgeschiedenen Vorstandsmitglieds.

4. Eine vorzeitige Abwahl eines Vorstandsmitglieds ist nur möglich, wenn vereinsschädigendes Handeln nachgewiesen werden kann. Bei unklarer Beweislage muss zur Durchsetzung oder Ablehnung der Abwahl eine erneute Mitgliederversammlung einberufen werden.

5. Neue Mitglieder des gesetzlichen Vorstands sind beim Vereinsregister anzumelden.

 

4. ABSCHNITT - MITGLIEDERVERSAMMLUNG

§ 23 Allgemeines

1. In der Mitgliederversammlung hat jedes ordentliche Mitglied sowie jedes Familienmitglied eine Stimme, das das 18. Lebensjahr vollendet hat.

2. Die Ausübung des Stimmrechts durch Stimmübertragung an ein anderes Mitglied anhand einer schriftlichen Bevollmächtigung ist nicht zulässig.

3. Bei anstehenden Wahlen besitzt jedes ordentliche Mitglied sowie Familienmitglied das aktive Wahlrecht, das das 18. Lebensjahr vollendet hat. Passives Wahlrecht hat jedes Mitglied ab Vollendung des 21. Lebensjahres.

4. Minderjährige Mitglieder haben kein Wahl- und Stimmrecht, sondern ausschließlich Anwesenheits- und Rederecht.

5. Personen, die keine Vereinsmitglieder sind, dürfen der Mitgliederversammlung grundsätzlich nur als Gäste beiwohnen, wenn der Vorstand ihre Anwesenheit vorab zumindest mündlich genehmigt. Entsprechende Anträge sind spätestens sieben Kalendertage vor dem Termin einer Versammlung an den Vorstand zu stellen. Gäste haben weder Rede- noch Wahl- oder Stimmrecht.

6. Die Mitgliederversammlung kann sowohl als Präsenzversammlung als auch als Online-Meeting durchgeführt werden.

 

§ 24 Einberufung der Mitgliederversammlung

1. Die Mitgliederversammlung ist zu berufen, wenn es das Interesse des Vereins erfordert, jedoch mindestens einmal jährlich.

2. Die Einberufung der Mitgliederversammlung geschieht durch den Vorstand und wird über die Homepage des Vereins bekannt gegeben.

3. Die Einladung erfolgt spätestens 28 Kalendertage vor dem Versammlungstermin unter Angabe des Datums, des Ortes, der Uhrzeit und der Tagesordnung.

 

§ 25 Anträge

1. Mitgliederanträge zur Tagesordnung müssen spätestens 14 Kalendertage vor der Versammlung schriftlich per Email oder Brief mit Begründung beim Vorstand eingehen.

2. Ausschließlich der Vorstand kann noch während der Versammlung Dringlichkeitsanträge einbringen. Die Dringlichkeit muss begründet werden.

3. Anträge auf Änderung der Satzung oder der Beitragshöhe wie auch Anträge auf Abwahl von Vorstandsmitgliedern oder Auflösung des Vereins sind nur zulässig, wenn sie spätestens 21 Kalendertage vor der Versammlung schriftlich per Email oder Brief mit eingehender Begründung und unter Beifügung der Texte bzw. Betragsangaben der vorgeschlagenen Änderungen beim Vorstand eingehen. Bei Antrag auf Abwahl muss das Schreiben an den Vorstand den Tatbestand des vereinsschädigenden Handelns des Vorstandsmitglieds nachweisbar darlegen, dessen Abwahl gewünscht wird.

§ 26 Zuständigkeit der Mitgliederversammlung

1. Die Mitgliederversammlung ist Beschlussorgan des Vereins. Insbesondere ist die Mitgliederversammlung in folgenden Angelegenheiten zuständig:

    1. Entgegennahme des Jahresberichts des Vorstands
    2. Entgegennahme des Berichts des Kassenprüfers
    3. Entlastung des Vorstands
    4. Wahl des Vorstands
    5. Wahl des Kassenprüfers
    6. Beschlussfassung über Anträge von Vorstandsmitgliedern und Mitgliedern
    7. Genehmigungen von vorläufigen Anordnungen und Maßnahmen des Vorstands
    8. Änderungen der Satzung
    9. Entscheidung über Auflösung des Vereins
    10. Festsetzung der jährlichen Mitgliedsbeiträge

§ 27 Beschlussfähigkeit, Beschlussfassung

1. Die Mitgliederversammlung wird vom 1. Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung vom 2. Vorsitzenden oder einem weiteren Mitglied des Vorstands geleitet.

2. Beschlussfähig ist jede ordentlich einberufene Mitgliederversammlung unabhängig von der Zahl der teilnehmenden Mitglieder.

3. Abstimmungen erfolgen durch Handzeichen. Auf Antrag ist geheim abzustimmen.

4. Bei Beschlussfassung entscheidet im Allgemeinen die einfache Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen; Stimmenthaltungen bleiben daher außer Betracht.
Bei Stimmengleichheit zählt die Stimme des 1. Vorsitzenden bzw. bei dessen Verhinderung, die des versammlungsleitenden Vorstandsmitglieds, doppelt.

5. Zur Änderung der Satzung sowie der Auflösung des Vereins ist eine Mehrheit von ¾ der abgegebenen gültigen Stimmen erforderlich.

6. Eine Änderung des Vereinszwecks kann nur mit Zustimmung aller Mitglieder beschlossen werden. In der Mitgliederversammlung nicht erschienene Mitglieder können ihre Zustimmung dem Vorstand gegenüber schriftlich per Email oder Brief erklären.

7. Wahlen des Vorstands und des Kassenprüfers werden durch einen Wahlleiter geleitet. Näheres dazu regelt die Wahlordnung.

8. Bei Wahlen gilt als gewählt, wer die einfache Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen auf sich vereinigen kann. Bei Stimmengleichheit zweier Kandidaten erfolgt eine Stichwahl dieser beiden. Gewählt ist dann derjenige, der mindestens eine Stimme mehr erhalten hat. Bei erneuter Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des 1. Vorsitzenden oder die Stimme des versammlungsleitenden Vorstandsmitglieds, wenn der 1. Vorsitzende selbst abwesend oder der zur Wahl stehende Kandidat ist.

§ 28 Beurkundung

1. Über die in der Mitgliederversammlung und die dort gefassten Beschlüsse ist ein Protokoll anzufertigen. Der Protokollführer wird zu Beginn einer Versammlung vom Vorstand einvernehmlich bestimmt.

2. Beschlüsse zur Änderung der Satzung sind in genauem Wortlaut innerhalb des Protokolls wiederzugeben. Eine beschlossene Neufassung der Satzung ist dem Protokoll anzufügen.

3. Das Versammlungsprotokoll ist vom Versammlungsleiter und vom Protokollführer zu unterzeichnen.

4. Das Protokoll wird auf der Homepage des Vereins veröffentlicht. Es gilt als genehmigt, falls nicht innerhalb von 28 Kalendertagen nach Veröffentlichung schriftlich per Email oder Brief beim Vorstand Einspruch eingelegt worden ist. Über Einsprüche entscheidet der Versammlungsleiter nach Rücksprache mit dem Protokollführer.

§ 29 Außerordentliche Mitgliederversammlung

1. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung kann vom Vorstand jederzeit einberufen werden, wenn es das Interesse des Vereins erfordert oder wenn ein Drittel der stimmberechtigten Mitglieder dies schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe beim Vorstand beantragt.

2. Die Einberufung erfolgt spätestens 14 Kalendertage vor der Versammlung unter Angabe des Datums, des Orts, der Zeit und der Tagesordnung. Anträge von Mitgliedern zur Tagesordnung sind nicht zulässig.

3. Außerordentliche Mitgliederversammlungen können als Online-Meeting durchgeführt werden.

4. Im Übrigen gelten die §§ 23 und 26-28 der Satzung entsprechend.

 

5. ABSCHNITT - VEREINSVERMÖGEN


§ 30 Verwaltung des Vereinsvermögens

1. Das Vereinsvermögen wird vom Kassenwart verwaltet.

2. Die Bestimmung über die Verwendung des Vereinsvermögens trifft der Vorstand nach bestem Wissen und Gewissen. Der Vorstand ist gegenüber der Mitgliederversammlung zur Rechenschaft über die Verwendung des Vereinsvermögens verpflichtet.

3. Der Kassenwart ist verpflichtet, den Vorstand jederzeit über den Stand des Vermögens zu unterrichten. Der Vorstand hat den Kassenwart bei allen finanziellen Angelegenheiten vorher zu hören.

4. Der Vorstand ist bei seinen Ausgaben an die Grundsätze der Sparsamkeit gebunden. Das Vereinsvermögen darf grundsätzlich keinen negativen Saldo aufweisen, ohne dass eine Genehmigung der Mitgliederversammlung vorliegt. Im Übrigen können Einschränkungen der Verfügungs- und Vertretungsmacht des Vorstands nur durch Änderungen dieser Satzung erfolgen.

§ 31 Kassenprüfung

1. Die Kassenführung des Vereins ist nach Abschluss des Geschäftsjahres durch einen von der Mitgliederversammlung gewählten Kassenprüfer zu prüfen. Der Kassenprüfer darf nicht dem Vorstand angehören. Die Prüfung erfasst auch die Einhaltung evtl. bestehender Bilanzierungspflichten nach dem Steuerrecht.

2. Über die Prüfung ist ein Protokoll anzufertigen, das vom Kassenprüfer und dem Kassenwart zu unterschreiben und in der Mitgliederversammlung bekannt zu geben ist.

3. Zusätzliche Kassenprüfungen während des laufenden Geschäftsjahres können vom Vorstand im Bedarfsfall angeordnet werden.

§ 32 Haftungsbeschränkung

1. Der Verein haftet nicht für fahrlässig verursachte Schäden oder Verluste, die Mitglieder bei der Benutzung von Anlagen oder Einrichtungen und Geräten des Vereins oder bei Vereinsveranstaltungen erleiden, soweit solche Schäden oder Verluste nicht durch Versicherungen gedeckt sind.

2. Der Verein haftet seinen Mitgliedern gegenüber nicht für Schäden aus einem fahrlässigen Verhalten der Repräsentanten des Vereins.

3. Dies gilt insbesondere für Schäden, die bei der Ausübung der Mitgliedschaftsrechte entstehen, für Schäden aus Unfällen und Diebstählen.

6. ABSCHNITT - SCHLUSSBESTIMMUNGEN


§ 33 Auflösung

1. Der Verein kann durch Beschluss der Mitgliederversammlung aufgelöst werden. Hierzu ist eine Mehrheit von ¾ der erschienenen Mitglieder notwendig.

2. Wird die Auflösung des Vereins beschlossen, so hat der Vorstand die laufenden Geschäfte zu beenden.

3. Bei Auflösung des Vereins soll, nach Ausgleich aller Verbindlichkeiten, das von Forderungen freie Vereinsvermögen zu gleichen Teilen der GKF (Gesellschaft zur Förderung kynologischer Forschung e.V.) und TASSO e.V. zugute kommen.
Eine Auszahlung des Vereinsvermögens an die Mitglieder ist nicht vorgesehen.



Diese Satzung wurde von der Mitgliederversammlung am 09.01.2021 beschlossen. Sie tritt mit ihrer Eintragung in das Vereinsregister in Kraft.

Nottuln, 09.01.2021

i. V.
Anne Hörsting
1. Vorstand